Kulturkonferenz im Dialog mit der BKJ und Staatssekretär Schellenberger

7 02 2017

Länderkonferenz: Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Bundes- und Landesprogramme entsprechend ausgestalten
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Unter dem Motto „Kulturelle Bildung ermöglichen, sichern und weiterentwickeln“ haben die Landesdachverbände der Kulturellen Bildung vom 2. bis zum 4. Februar 2017 in Magdeburg über Entwicklungsziele, Strategien und Fachaufgaben vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen in den Ländern beraten.

Auf Einladung der Landvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (.lkj)) Sachsen-Anhalt trafen sich Geschäftsführerende und Vorstände der Landesvereinigungen der Kulturellen (Kinder- und Jugend-)Bildung aus zwölf Bundesländern zu ihrer Jahrestagung. Veranstalter der Länderkonferenz der Kulturellen Bildung sind alljährlich die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und die Landesvereinigung des gastgebenden Landes. Die Vorsitzende der .lkj) Sachsen-Anhalt, Katrin Brademann, begrüßte die Gäste im Roncalli-Haus und unterstrich, dass der Austausch der Länderstrukturen für gemeinsames erfolgreiches Handeln notwendig sei.

Vertreter des Landes und der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt zu Gast
Als Vertreter der Landesregierung Sachsen-Anhalts war Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger bei der Länderkonferenz zu Gast. Er unterstrich die Bedeutung der Kulturellen Bildung und der Arbeit der .lkj) Sachsen-Anhalt e. V. und betonte, dass es gelungen sei, die Förderung der Kultureinrichtungen im Land für die Jahre 2017 und 2018 nicht nur zu sichern, sondern zu erhöhen – wenn das Parlament im März den geplanten Haushalt verabschiedet. Ebenfalls zu Gast war der Vorsitzende der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e. V., Christian Reineke. In der Kulturkonferenz haben sich die wichtigsten zivilgesellschaftlichen Kulturakteure des Landes zusammengeschlossen und machen sich gemeinsam nicht nur für Kunst und Kultur, sondern auch für ein demokratisches Sachsen-Anhalt stark. Die Konferenz, so Reineke, sorge dafür, dass Landesregierung und -politik sich kontinuierlich mit Fragen der Kulturellen Bildung und Kulturförderung auseinandersetzten.

Recht auf kulturelle Teilhabe verteidigen
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Träger Kultureller Bildung sich politisch positionieren und für die Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie für die Anerkennung von Diversität eintreten müssen. Angesichts des Erstarkens demokratiefeindlicher und rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland und Europa müsse das Recht aller Kinder und Jugendlichen auf kulturelle Teilhabe als unverzichtbares gesellschaftspolitisches Ziel verteidigt und weiterverfolgt werden. Die Akteure der Kulturellen Bildung in Bund und Länder setzen sich daher für die aktive Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein und engagieren sich vor Ort ebenso wie auf Landes- und Bundesebene für eine Verantwortungsgemeinschaft von Jugend, Kultur und Bildung.

Kultur macht stark: Servicestellen ausbauen
Als ein wichtiges Instrument für mehr Teilhabegerechtigkeit begrüßten die Landesdachstrukturen der Kulturellen Bildung die Neuauflage von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018–2022). Bei der Ausgestaltung des Bundesprogramms müsse durch die intensive Einbindung zivilgesellschaftlicher Verbänden und politischer Akteure auf Landes- und auf kommunaler Ebene dafür Sorge getragen werden, dass diversitätsbewusste und die Gemeinschaft stärkende Konzepte entstehen, die über die Programmlaufzeit hinaus tragfähig sind. Dafür sei der Ausbau von Servicestellen notwendig, die bei den Landesdachstrukturen Kultureller Bildung angegliedert sind.


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