Kulturkonferenz fordert höheren Kulturhaushalt und Stärkung der kulturellen Teilhabe

22 03 2016

Mit großen Erwartungen schaut die Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V. auf die Sondierungsgespräche und die nachfolgenden Koalitionsverhandlungen. „Jetzt werden die Grundlagen für die künftige Kulturpolitik im Land gelegt“ so der Vorsitzende der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V., Christian Reineke. Daher sei es wichtig, entscheidende Kernpunkte der künftigen Kulturpolitik einzufordern.

Um der wichtigen Rolle der Kultur für Bildung, Integration und Demokratie Rechnung zu tragen, fordert die Kulturkonferenz einen auskömmlichen Kulturhaushalt, mindestens in Höhe von 1% am Landeshaushalt mit einer moderaten jährlichen Dynamisierung dieses Betrages von 2%. Dies sei für ein so kulturreiches Land wie Sachsen-Anhalt angemessen. „Schließlich beträgt in Thüringen der Kulturhaushalt 1,7% und in Sachsen 1,3%“ so Reineke weiter. Dringend erforderlich sei eine verbesserte finanzielle Ausstattung der Kommunen als größte Kulturträger im Land. Dabei seien insbesondere auch die Kommunen in der Fläche zu stärken. Für das bereits schon jetzt international viel beachtete Bauhausjubiläum im Jahr 2019 sind zusätzliche adäquate Finanzmittel erforderlich, damit andere bewährte Förderlinien nicht „ausbluten“ und das Jubiläum nicht zu Lasten anderer kultureller Infrastruktur geht.

Ein besonderes Anliegen der Kulturkonferenz ist das Schaffen von verbesserten Möglichkeiten zur Teilhabe an Kultur und kultureller Bildung für sozial Benachteiligte und Geflüchtete, für Erwachsene ebenso wie für Kinder und Jugendliche. Nur so werden Ängste und Ressentiments zwischen Menschen verschiedener Kulturkreise abgebaut und Rechtsradikalismus verhindert. Hier liege eine große Integrationschance, die nicht vertan werden dürfe. Geflüchtete Menschen und die einheimische Bevölkerung sollen sich alle gemeinsam mit Sachsen-Anhalt als ihrer neuen wie alten Heimat identifizieren können, so Reineke weiter.


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