Vortrag der Kulturkonferenz auf bundesweiter Fachtagung in Rheinland-Pfalz

14 06 2017

Die Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V. besitzt mittlerweile bundesweiten Modellcharakter. Dieses hat sich erneut auf einer länderübergreifenden Veranstaltung zum Thema „Kulturfördergesetz“ gezeigt, die am 13. Juni 2017 im Landesmuseum Mainz stattfand.
Eingeladen hatte die in Rheinland-Pfalz ansässige Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und Kulturpädagogik e.V. zu einem Vortrag über die Gründung und das bisherige Wirken der Kulturkonferenz. Das Interesse an dem aus 21 Mitgliedern bestehenden Kultur-Dachverband ist ausgesprochen groß, was ebenfalls in der sich anschließenden Diskussion mit den anderen Referenten Jörg Dietrich, Geschäftsführer des Kulturrats Thüringen e.V., Peter Landmann, Abteilungsleiter der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen a. D. und Jörg Sievers, ehemaliger Abteilungsleiter im Kultusministerium Niedersachsen, deutlich wurde. „Gerade die Tatsache, dass viele Forderungen unserer Kulturkonferenz in die Koalitionsvereinbarung 2016-2021 eingeflossen sind oder dass regelmäßige Dialoge mit dem Kulturstaatsminister stattfinden, wurde mit großem Interesse wahrgenommen“, so der Vorsitzende der Kulturkonferenz, Dr. Christian Reineke. „Die kulturpolitische Etablierung eines alle kulturellen Sparten umfassenden Dachverbandes dieser Größenordnung als zentraler Ansprechpartner für die Landesregierung und den Landtag zählt u.a. in Rheinland-Pfalz noch zur Zukunftsmusik. Auch in diesem Punkt hat Sachsen-Anhalt somit eine bundesweite Modellrolle inne.“



Kulturkonferenz im Dialog mit der BKJ und Staatssekretär Schellenberger

7 02 2017

Länderkonferenz: Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Bundes- und Landesprogramme entsprechend ausgestalten
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Unter dem Motto „Kulturelle Bildung ermöglichen, sichern und weiterentwickeln“ haben die Landesdachverbände der Kulturellen Bildung vom 2. bis zum 4. Februar 2017 in Magdeburg über Entwicklungsziele, Strategien und Fachaufgaben vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen in den Ländern beraten.

Auf Einladung der Landvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (.lkj)) Sachsen-Anhalt trafen sich Geschäftsführerende und Vorstände der Landesvereinigungen der Kulturellen (Kinder- und Jugend-)Bildung aus zwölf Bundesländern zu ihrer Jahrestagung. Veranstalter der Länderkonferenz der Kulturellen Bildung sind alljährlich die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und die Landesvereinigung des gastgebenden Landes. Die Vorsitzende der .lkj) Sachsen-Anhalt, Katrin Brademann, begrüßte die Gäste im Roncalli-Haus und unterstrich, dass der Austausch der Länderstrukturen für gemeinsames erfolgreiches Handeln notwendig sei.

Vertreter des Landes und der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt zu Gast
Als Vertreter der Landesregierung Sachsen-Anhalts war Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger bei der Länderkonferenz zu Gast. Er unterstrich die Bedeutung der Kulturellen Bildung und der Arbeit der .lkj) Sachsen-Anhalt e. V. und betonte, dass es gelungen sei, die Förderung der Kultureinrichtungen im Land für die Jahre 2017 und 2018 nicht nur zu sichern, sondern zu erhöhen – wenn das Parlament im März den geplanten Haushalt verabschiedet. Ebenfalls zu Gast war der Vorsitzende der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e. V., Christian Reineke. In der Kulturkonferenz haben sich die wichtigsten zivilgesellschaftlichen Kulturakteure des Landes zusammengeschlossen und machen sich gemeinsam nicht nur für Kunst und Kultur, sondern auch für ein demokratisches Sachsen-Anhalt stark. Die Konferenz, so Reineke, sorge dafür, dass Landesregierung und -politik sich kontinuierlich mit Fragen der Kulturellen Bildung und Kulturförderung auseinandersetzten.

Recht auf kulturelle Teilhabe verteidigen
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Träger Kultureller Bildung sich politisch positionieren und für die Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie für die Anerkennung von Diversität eintreten müssen. Angesichts des Erstarkens demokratiefeindlicher und rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland und Europa müsse das Recht aller Kinder und Jugendlichen auf kulturelle Teilhabe als unverzichtbares gesellschaftspolitisches Ziel verteidigt und weiterverfolgt werden. Die Akteure der Kulturellen Bildung in Bund und Länder setzen sich daher für die aktive Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein und engagieren sich vor Ort ebenso wie auf Landes- und Bundesebene für eine Verantwortungsgemeinschaft von Jugend, Kultur und Bildung.

Kultur macht stark: Servicestellen ausbauen
Als ein wichtiges Instrument für mehr Teilhabegerechtigkeit begrüßten die Landesdachstrukturen der Kulturellen Bildung die Neuauflage von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018–2022). Bei der Ausgestaltung des Bundesprogramms müsse durch die intensive Einbindung zivilgesellschaftlicher Verbänden und politischer Akteure auf Landes- und auf kommunaler Ebene dafür Sorge getragen werden, dass diversitätsbewusste und die Gemeinschaft stärkende Konzepte entstehen, die über die Programmlaufzeit hinaus tragfähig sind. Dafür sei der Ausbau von Servicestellen notwendig, die bei den Landesdachstrukturen Kultureller Bildung angegliedert sind.



Kulturvereine- und Verbände sollen gestärkt werden

12 01 2017

Auf eine große Anfrage der oppositionellen Fraktion DIE LINKE im Landtag Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung geantwortet. Im Wortlaut findet sich dieser Vorgang hier (externer Link)

Die LINKE hat dazu eine Pressekonferenz gemeinsam mit Expert*innen – darunter Christian Reineke (Vorsitzender der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e. V.) durchgeführt. Unter dem Titel „Linke diskutiert zusätzliche Förderung in Sachsen-Anhalt“ berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (Halle) darüber (Externer Link) und kommentiert diese Initiative. Zitat Christian Eger: „Die Linke drängt auf eine Stärkung der institutionellen Kulturförderung im Land. Zu den zehn fest finanzierten Vereinen und Verbänden, zu denen etwa der Landesheimatbund und der Museumsverband gehören, sollen kurzfristig drei, später einige mehr hinzukommen. Damit folgt die Linke nicht der Devise der Regierung, die meint, dass der Förder-Zug voll sei. Dass eine neue Förderung nur möglich sei, wenn ein anderer aussteige.

Der Vorstoß der Linken ist richtig. Und er erfolgt zur richtigen Zeit: nämlich in einer Phase der kulturpolitischen Entspannung. Die Zeiten eines mutwilligen Spardiktates sind vorüber. Es lässt sich auch sachlich miteinander reden. In diesem Fall über eine Sicherung der Dachverbände, die die kulturelle Infrastruktur des Landes in seiner Breite befördern können.

Es wird von Halle und Magdeburg aus oft übersehen, dass Sachsen-Anhalt größer ist als man selbst. Und zwar: viel größer. Sachsen-Anhalt ist ein „Flächenland“. Der kulturelle Ernstfall ereignet sich im Mansfeld, im Harz oder in der Altmark. Dort zu helfen, ist wichtig. Von anderen Ostländern ließe sich einiges lernen. Sogar vom kulturell wenig verwöhnten Mecklenburg-Vorpommern. “ Quelle MZ  ©2017

Die Berichterstattung der Magdeburger Volksstimme ergänzt die Informationen mit dem Beitrag „Linke will Kulturförderung durchsetzen“ (externer Verweis)

Die Pressestelle der Fraktion DIE LINKE gibt folgenden bebilderten Bericht heraus – externer Link

Überregional wird die Debatte in DIE WELT und bei FOCUS ONLINE präsentiert.

 



Haushalt 2017: Verbände fordern Klarheit

22 11 2016

OFFENER BRIEF DER TRÄGER DER JUGEND-, SOZIAL- UND
KULTURARBEIT, INTEGRATIONSARBEIT UND DER ENGAGEMENTFÖRDERUNG

Magdeburg, 21.11.2016. Mit einem Offenen Brief wenden sich landesweite
gemeinnützige Träger Sachsen-Anhalts an die Landesregierung und den Landtag.
Die Vereine und Verbände erwarten neben einer umgehenden Lösung für die
ungeklärte Haushaltssituation auch eine generelle Debatte über die Rolle von
Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit im Land.

In einem Offenen Brief von

  • Auslandsgesellschaft,
  • fjp>media,
  • Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen,
  • Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung,
    Landesnetzwerk Migrantenorganisationen,
  • Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit,
  • Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe
  • Kinder- und Jugendring

wenden sich die Träger mit dem Aufruf um einen verbindlichen Dialog an Landesregierung und Landtag.

„Wir sehen uns als zentrale Pfeiler der demokratischen Zivilgesellschaft des Landes,
leisten einen wichtigen Beitrag für gesellschaftliche Aufgaben hier. Damit stiften wir
Identität und Heimatgefühl für die Menschen in Sachsen-Anhalt. Über 1.600
Ehrenamtliche engagieren sich in unseren Projekten und Angeboten. Außerdem sind wir,
ebenso wie Unternehmen, auch Investoren und Arbeitgeber“, erklärt Anne Haertel, Vorsitzende
des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt für das Trägerbündnis. Allein 3,8
Millionen Euro an Dritt- und Eigenmittel investieren die im Brief genannten Vereine
jährlich, beschäftigen über 130 Menschen. Trotzdem komme es jedes Jahr zu prekären
Situationen aufgrund später Förderung, stünden Projekte und Arbeitsplätze jährlich auf
der Kippe. Oft fühlen sich die Verbände nicht Ernst genommen und anerkannt.
Deswegen sei es wichtig, Selbstverständnis und Verständnis der Arbeit und Rolle von
Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit, Integrationsförderung und Engagementförderung
gemeinsam mit Politik und Trägern zu diskutieren. Dazu lädt das Trägerbündnis die
Mitglieder des Landtages und der Landesregierung ein. Akut erwartet das Bündnis
wegen des noch nicht beschlossenen Haushaltes kurzfristige Lösungen für die
Förderbescheide.

Den Offenen Brief gibt es im Internet unter diesem Link.



Kulturpolitik: Große Anfrage zur Förderung der Verbände

2 11 2016

Im Landtag von Sachsen-Anhalt die Fraktion DIE LINKE eine Große Anfrage eingereicht (Drucksache 7/500 vom 25. Oktober 2016). Im Mittelpunkt steht die Auswertung der externen Evaluation der durch das Land Sachsen-Anhalt institutionell geförderten Vereine und Verbände im Kulturbereich. Das Dokument im Wortlaut: Externer Link

Eine „Kleine Anfrage“ der SPD-Fraktion zur „Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbereich“ wurde von der Landesregierung Ende Oktober 2016 bereits beantwortet – im Wortlaut: Externer Link



Kulturminister ernennt fünf Engagementbotschafter

23 09 2016

Bei einem Festakt in der Staatskanzlei in Magdeburg wurden am 21. September 2016 die neuen „Engagementbotschafter Kultur“ durch Kulturminister Rainer Robra berufen. Organisiert von der Arbeitsgruppe „Bürgerschaftliches Engagement in der Kultur (AG BEK) unter der Leitung von Dr. Annette Schneider-Reinhardt wurden fünf Persönlichkeiten benannt:

  • Martin Hoffmann (Magdeburg) für Soziokultur;
  • Thomas Stieghahn (Magdeburg) für freies Theater;
  • Helmut Qual (Sangerhausen) Bereich Tourismus;
  • Erhardt Berner (Dessau) Bereich Mundartpflege;
  • Hennig Krüger (Kalbe) Kultur- und Heimatpflege.

Ausführliche Berichte: Hier und hier



Wahlen: Wer macht die beste Kulturpolitik?

15 09 2016

Landeskulturpolitik

Kulturpolitik liegt zuvorderst in der Verantwortung von Kommunen und Ländern. Jedes Bundesland sieht sich vor spezifischen kulturpolitischen Herausforderungen und ist zuständig für die eigene kulturelle Entwicklung. Dabei sind der Erhalt der kulturellen Vielfalt, der Ausbau der kulturellen Teilhabemöglichkeiten und die unumgängliche Ausweitung der kulturellen Infrastruktur in den Bundesländern gerade heute zur Bewältigung neuer Herausforderungen Schlüsselbereiche. Im Themenbereich Landeskulturpolitik wird die aktuelle Kulturpolitik in den 16 deutschen Bundesländern beleuchtet.

Stimmen Sie ab: Vom 1. bis zum 22. September 2016 können Sie an unserer Umfrage „Welches Bundesland macht die beste Kulturförderpolitik?“ teilnehmen.

Link zur Stimmabgabe

Zur Auswertung: Saarland, Brandenburg und Rheinland-Pfalz sind die drei Länder mit der besten Kulturpolitik. Sachsen-Anhalt liegt im hinteren Mittelfeld – immerhin.

Details



Kulturkonferenz trifft Kulturminister Robra

2 09 2016

Gemeinsame Pressemitteilung von Kulturminister Robra und dem Verein Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V.

Auf Einladung von Kulturminister Rainer Robra fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V. in den Räumen der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt statt. Diese Gelegenheit nutzte der Kulturminister gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger, ein ausführliches Gespräch mit dem Vorstand und den Mitgliedern der Kulturkonferenz zu führen und zentrale kulturpolitische Aufgaben anzusprechen. „Ich freue mich, dass im Laufe des Gesprächs viele Gemeinsamkeiten erkannt wurden“, so Robra. Das stimme ihn positiv für die weitere Entwicklung der Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt. „Die Einladung in die Staatskanzlei sowie die Bereitschaft, die Kulturkonferenz als spartenübergreifenden Dachverband in kulturpolitischen Belangen als beratendes Gremium einzubeziehen sehen wir als äußerst positives Signal an die Kulturaktiven im Land“, fügte der Vorsitzende der Kulturkonferenz e.V., Dr. Christian Reineke hinzu.

Kulturminister Robra versprach, eine Verbesserung der Verwaltungsabläufe bei öffentlichen Förderungen zu prüfen und kündigte an, die im Koalitionsvertrag beschlossenen Schwerpunkte der Kulturarbeit Schritt für Schritt abzuarbeiten. Außerdem vereinbarten die Teilnehmer, sich zukünftig regelmäßig zum gemeinsamen Austausch zu treffen.

Schließlich gratulierte Kulturminister Robra dem neuen Vorstand zu dessen Wahl.

Kulturstaatssekretär v.l.n.r.; Dr. Gunnar Schellenberger und Kulturminister Rainer Robra, daneben Ulrich Katzer und Christian Reineke (Foto: Andreas Kaluza)

V.l.n.r.:  Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger und Kulturminister Rainer Robra, daneben Ulrich Katzer und Christian Reineke (Foto: Andreas Kaluza)

Hintergrund

Der Verein Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V. ist ein Dachverband von 21 Kulturvereinen in Sachsen-Anhalt und wurde 2013 gegründet. Dem auf drei Jahre neu gewählten Vorstand gehören an:

  • Vorsitzender: Dr. Christian Reineke (Landesverband der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Stellvertretende Vorsitzende: Susanne Kopp-Sievers (Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.)

Weitere Vorstandsmitglieder sind:

  • Ulrich Katzer (Deutscher Bühnenverein e.V., Landesverband Ost),
  • Dr. Annette Schneider-Reinhardt (Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.),
  • Stephan Behrmann (Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Lars Johansen (Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren in Sachsen-Anhalt e.V.).


Kulturkonferenz wählt neuen Vorstand

1 09 2016

KulturkonferenzIMAG0123Die Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e. V. hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 31.8.2016 turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Als Vorsitzender wurde Dr. Christian Reineke (vordere Reihe, 3. v. l.) einstimmig bestätigt. Als seine Stellvertreterin fungiert Susanne Kopp-Sievers (vordere Reihe, 4. v. l.). Zudem wurden vier Beisitzer bestellt, und zwar Stephan Behrmann (vorn links), Dr. Annette Schneider-Reinhardt (vorn 2. v. l.), Ulrich Katzer (vorn rechts) sowie Lars Johansen (2. Reihe, 3. v. r.). Der neue Vorstand ist für drei Jahre im Amt.



Erklärung zivilgesellschaftlicher Träger in Sachsen-Anhalt

23 08 2016

Für ein demokratisches Sachsen-Anhalt der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts

Präambel
Wir engagieren uns für eine demokratische Alltagskultur in Sachsen-Anhalt. Sie ermöglicht die aktive Teilhabe aller Menschen an der Gestaltung des Zusammenlebens. Voraussetzung hierfür ist ein gesellschaftliches Klima, in dem alle ohne Angst verschieden sein und leben können. Ein Klima, das die Freiheit jedes*jeder Einzelnen, den Schutz vor Gewalt, den Abbau von Ungleichheiten und eine Kultur des Respekts garantiert. Wir engagieren uns gegen jede Form der Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.

Gerade die aktuellen Debatten um Flucht, Asyl und Integration zeigen, wie wichtig es ist, allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Daher engagieren wir uns für eine inklusive
Gesellschaft, in der die Verschiedenheit von Lebensentwürfen selbstverständlich ist und jeder*jede Einzelne in der Gestaltung seines*ihres Lebens Unterstützung und Förderung erfährt. Die Wahrung der Menschenrechte ist unser Grundanliegen. Als zivilgesellschaftliche Träger begrüßen wir die Selbstverpflichtung der Regierungskoalition, sich für die Freiheit und gegen Menschenverachtung einzusetzen: „Freiheit ist für uns ein Grundwert. Aus ihr erwächst für uns die bleibende Verpflichtung, die Menschenrechte und die Werte unserer freiheitlichen Gesellschaft entschlossen gegen populistische Stimmungsmache und ideologische Hetze zu verteidigen. Für menschenverachtende Parolen und diffamierende Angriffe auf die Demokratie darf es keinen Raum geben. Unsere Demokratie lebt vom Respekt vor demokratischen Grundrechten und davon, dass Bürgerinnen und Bürger sich an Entscheidungen beteiligen und diese nachvollziehen können. Deshalb wollen wir Partizipation und Transparenz weiter stärken.“

1. Kulturelle Vielfalt
Wir engagieren uns für ein weltoffenes und kulturell vielfältiges Sachsen-Anhalt. Wir stehen für eine Vielfalt regionaler Prägungen und kultureller Ausdrucksformen. Wir setzen uns dafür ein, dass es allen Menschen möglich ist, am kulturellen Leben teilzuhaben und dieses auch aktiv mitgestalten zu können – unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer sozialen Verhältnisse oder ihrer Religion. Kulturelle Vielfalt ist für uns die elementare Voraussetzung für ein gemeinsames Zusammenleben. Sie ermöglicht die Bewahrung, die Erschließung und die Präsentation sowohl des kulturellen Erbes als auch des künstlerischen Schaffens der Gegenwart.

2. Religionsfreiheit
Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft und die freie Religionsausübung sind für uns ebenso grundlegende Rechte im gesellschaftlichen Zusammenleben wie die Entscheidung für ein Leben ohne Gottesbezug. Menschenrechte und Menschenwürde sind für uns unteilbar und stehen auch, gerade mit Blick auf religiöse Überzeugungen, nicht zur Disposition. Voraussetzung für eine freie und solidarische Gesellschaft ist dabei der gegenseitige Respekt sowie die Anerkennung demokratischer und menschenrechtsorientierter Werte.

3. Gleichstellung von Frauen* und Männern*
Wir stehen für die Gleichstellung der Geschlechter und setzen uns für die Verwirklichung des in Art. 3 Grundgesetz verankerten Gleichheits- und Gleichberechtigungsgebotes ein. Wir engagieren uns insbesondere für die Chancengleichheit von Frauen* und Männern* in der Gesellschaft und die gleichwertige Betrachtung der Geschlechter in allen Lebensbereichen. Wir setzen uns für die gleichberechtigte Teilhabe sowie die eigenständige soziale Absicherung für alle Frauen* ein.

4. Anerkennung der Vielfalt der geschlechtlichen Identitäten
Wir engagieren uns für ein gesellschaftliches Miteinander, das von Akzeptanz, Freiheit und Gleichbehandlung aller geschlechtlicher Identitäten von Mädchen*, Jungen*, Frauen* und Männern* geprägt ist. Wir stehen für die Chance auf Selbstverwirklichung aller und für zuschreibungsfreie Räume.
Inter- und Transgeschlechtlichkeit sind Varianten der geschlechtlichen Entwicklung und des geschlechtlichen Erlebens. Sexuelle Orientierungen sind eine individuelle und persönliche
Angelegenheit. Wir treten für die Anerkennung der Vielfalt der geschlechtlichen Identitäten ein und gehen aktiv gegen Homosexuellenfeindlichkeit und Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität vor.

5. Kinder, Jugendliche und junge Menschen stärken
Wir engagieren uns für die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen. Sie sind Expert*innen in eigener Sache. Wir begleiten sie bei der Formulierung und
Vertretung ihrer Interessen. Erfahrungs- und Erlebnisräume für Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt sind für junge Menschen unerlässlich. Wir setzen uns für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungsprozessen ein und stärken die Selbstorganisation junger Menschen.

Die Trägerlandschaft in Sachsen-Anhalt ist ein freiwilliger Zusammenschluss von landesweiten zivilgesellschaftlichen Trägern in Sachsen-Anhalt. Mit ihren zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbänden ist diese zentraler Bestandteil der demokratischen Zivilgesellschaft. Sie bildet eine Struktur zum Mittun und ermöglicht damit allen Menschen in Sachsen-Anhalt Partizipation an der Demokratie sowie aktive Teilhabe an und Mitgestaltung der Gesellschaft. Die Träger leisten eine fachlich gute, gesellschaftlich wertvolle Arbeit und bieten die notwendige Unterstützung zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Als Träger der Zivilgesellschaft stehen wir deutlich ein für ein vielfältiges Miteinander, stärken unsere Demokratie und beziehen Position für unsere Werte und gegen Positionen, die diesem Gesellschaftsbild widersprechen.

  • AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V.
  • Aktion Musik / local heroes e.V.
  • Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
  • Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH
  • Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Diözesanverband Magdeburg
  • bund evangelischer jugend in mitteldeutschland (bejm)
  • Deutsche Orchestervereinigung e.V.
  • DGB-Jugend Sachsen-Anhalt
  • Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
  • Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.
  • Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V.
  • Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage
  • Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien e.V.
  • Internationale Jugendgemeinschaftsdienste Sachsen-Anhalt e.V.
  • Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt im Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt e.V.
  • Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.
  • KinderKunstForum e.V.
  • Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.
  • Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesschülerrat Sachsen-Anhalt
  • Landesverband Offene Kanäle Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
  • Lesben- und Schwulenpolitischer Runder Tisch Sachsen-Anhalt
  • Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.
  • Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
  • SJD-Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt
  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt

September 2016